Sprühtechnik verstehen: Düsen, Tropfen und Verteilung
Eine Düse ist ein Energiewandler: Sie setzt Druck in Geschwindigkeit und Oberfläche um. Ob das Ergebnis kühlt, reinigt, beschichtet oder befeuchtet, hängt von drei Größen ab – Sprühwinkel, Durchflusskennzahl und Tropfenspektrum. Wer diese drei Größen kennt, kann jede Sprühaufgabe rechnerisch statt experimentell lösen.
Bauarten im Vergleich
- Vollkegeldüsen: gleichmäßig gefüllter Kegel, ideal für Kühlung, Staubbindung und Waschprozesse
- Hohlkegeldüsen: feinste Tropfen im Ring, ideal für Gaswäsche und Befeuchtung
- Flachstrahldüsen: definierte Bahn, ideal für Balken, Bänder und Reihenkulturen
- Vollstrahldüsen: gebündelter Strahl mit hoher Aufprallkraft für Reinigung und Entzunderung
Für die Auslegung eines Sprühbalkens gilt: Der Düsenabstand ergibt sich aus dem Sprühwinkel und dem Abstand zur Zielfläche. Bei 80° Sprühwinkel und 50 cm Abstand deckt eine Düse rund 84 cm ab – mit der empfohlenen Überlappung von 30 % ergibt das eine Teilung von etwa 50 cm.
Behälterreinigung als Sonderfall
Bei der Behälterreinigung zählt nicht die Menge, sondern die Aufprallenergie pro Fläche. Statische Sprühkugeln arbeiten mit hohem Volumen und geringem Druck, rotierende Zielstrahlreiniger erreichen mit einem Bruchteil der Wassermenge eine deutlich höhere Reinigungswirkung – ein Argument, das sich in Wasser-, Chemikalien- und Abwasserkosten direkt bemerkbar macht. Mehr dazu auf der Seite Behälterreinigungsdüsen; die passende Speisepumpe finden Sie unter Kreiselpumpen.
